Welche Bank für ein EPS-Casino? Die vollständige Übersicht der teilnehmenden österreichischen Banken

Wenn mich Spieler fragen, welche Bank sie für EPS-Casino-Einzahlungen wählen sollen, drehe ich die Frage meistens um. Sie wählen nicht eine Bank für EPS — Sie nutzen EPS mit der Bank, bei der Sie ohnehin Ihr Konto haben. Das ist der entscheidende Punkt, denn fast alle relevanten österreichischen Banken nehmen am EPS-Verfahren teil, und rund 2 Millionen Online-Banking-Kunden im Land können EPS sofort verwenden, ohne sich neu zu registrieren. Die echte Frage ist daher nicht „welche Bank“, sondern „wie funktioniert EPS bei meiner konkreten Bank, welche TAN-Methode greift, welche Tageslimits gelten und gibt es Casino-spezifische Einschränkungen, die ich kennen muss“. Genau das ist der Inhalt dieses Leitfadens. Ich gehe das Großbanken-Quartett durch, ordne die Regional- und Sparkassen-Landschaft ein, prüfe den Neo-Bank-Status, vergleiche die Banking-Apps in ihrer EPS-Tauglichkeit und schließe mit den Banken, die EPS-Casino-Zahlungen aktiv einschränken — denn das gibt es, und es betrifft mehr Spieler, als die Casino-Branche zugibt.
Inhaltsverzeichnis
- Welche österreichischen Banken EPS-Casino-Zahlungen ermöglichen
- Das Großbanken-Quartett: Erste, Raiffeisen, BAWAG, Bank Austria
- Volksbank, Hypo, Sparkassen — die regionale EPS-Abdeckung
- Neo-Banken und EPS: N26, bank99, Revolut im Realitätscheck
- Banking-App-Vergleich für EPS-Casino-Nutzer
- TAN-Methoden je Bank: was im EPS-Flow konkret passiert
- Tages- und Wochenlimits je Bank für EPS-Casino-Einzahlungen
- Banken, die EPS-Casino-Zahlungen einschränken oder blockieren
- Häufige Fragen zu EPS-Casino-Banken
Welche österreichischen Banken EPS-Casino-Zahlungen ermöglichen
Die kürzeste ehrliche Antwort lautet: praktisch alle, die in Österreich Online-Banking für Privatkunden anbieten und im STUZZA-Verbund stehen. Das umfasst die vier großen Universalbanken, die Sparkassen-Gruppe, die Volksbanken, die Hypo-Landesbanken sowie die meisten Spezial- und Direktbanken mit österreichischer Banklizenz. Über 11.000 Online-Shops in Österreich akzeptieren EPS — ein Indikator dafür, wie tief das Verfahren in der heimischen Zahlungsinfrastruktur verankert ist.
Was EPS nicht abdeckt, lässt sich an einer Hand abzählen. Ausländische Neo-Banken ohne österreichische Anbindung, ausländische Direktbanken ohne STUZZA-Mitgliedschaft, sowie reine Krypto-Wallets oder Wertpapier-Konten ohne Zahlungsverkehrsfunktion. Wer ein deutsches DKB-Konto oder ein französisches BoursoBank-Konto besitzt, kann damit keine EPS-Transaktion auslösen, weil EPS auf der österreichischen STUZZA-Infrastruktur basiert und keine grenzüberschreitende Variante kennt. Für deutsche Spieler, die nach der giropay-Einstellung Ende 2024 nach einer Alternative suchen, ist EPS daher kein Ersatz — sie sind auf andere Wege angewiesen.
Für österreichische Kontoinhaber lautet die operative Frage damit nicht, ob ihre Bank EPS unterstützt, sondern in welcher Form. Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale liegen in vier Bereichen. Erstens: Die Bedienung im Casino-Kassaflow — wie schnell wechseln Sie von der Casino-Seite in den Banking-Login, wie viele Klicks sind nötig, wie zuverlässig läuft die Rückleitung. Zweitens: Die TAN-Methode, die Ihre Bank für diese Art Transaktion standardmäßig vorsieht, und wie Sie diese einrichten oder umstellen können. Drittens: Die Tages- und Wochenlimits, die bei manchen Banken im Default niedrig liegen und bei höheren Einzahlungen zur Bremse werden. Viertens: Eventuelle Einschränkungen bei Glücksspielzahlungen, die einzelne Banken in den vergangenen Jahren still und leise eingeführt haben.
Diese vier Dimensionen sind der Maßstab, an dem ich jede österreichische Bank im EPS-Kontext beurteile. Die folgenden Abschnitte gehen sie für die wichtigsten Institute und Gruppen durch — beginnend mit dem Großbanken-Quartett, das den Großteil aller EPS-Casino-Transaktionen abwickelt.
Das Großbanken-Quartett: Erste, Raiffeisen, BAWAG, Bank Austria
Wenn ich Transaktionsmuster der vergangenen drei Jahre auswerte, fallen vier Bankenmarken auf, die zusammen weit über die Hälfte aller EPS-Casino-Einzahlungen in Österreich abwickeln. Diese vier sind nicht überraschend, aber jede von ihnen hat eine eigene Charakteristik, die ich kurz einordne.
Die Erste Bank arbeitet im Casino-Flow über die George-Plattform. George ist die Online-Banking-Oberfläche, die bei Erste Bank und den meisten Sparkassen zum Standard geworden ist, und sie bietet in der EPS-Strecke einen besonders kurzen Pfad: Bank-Auswahl, George-Login, Push-Mitteilung in der George-App, biometrische Freigabe, fertig. Wer bereits George-App-Nutzer ist, kommt typischerweise in 20 bis 30 Sekunden vom Casino-Klick zur Gutschrift. Spezifisch zur Raiffeisen-Strecke habe ich die vollständige Mein-ELBA-Anleitung von der Anmeldung bis zur Casino-Gutschrift separat aufbereitet, weil die Raiffeisen-Gruppe wegen ihrer dezentralen Struktur einige Besonderheiten hat.
Raiffeisen ist im EPS-Verbund mit Mein ELBA vertreten — der gemeinsamen Online-Banking-Plattform aller österreichischen Raiffeisenbanken. Mein ELBA wirkt im EPS-Flow unter einem einzigen Login, hinter dem aber Ihre konkrete Landesbank steht. Die TAN-Freigabe erfolgt typischerweise über die separate ELBA-pay-App, die als Authenticator fungiert. Wer beide Apps installiert hat, durchläuft den Flow ähnlich flüssig wie bei George.
BAWAG operiert die BAWAG App, die in den letzten Jahren technisch deutlich aufgeholt hat. Die EPS-Strecke ist klar geführt, die pushTAN-Bestätigung läuft direkt in der App, und für Premium-Konten ist die Transaktion in der Regel ohne Stückgebühren. BAWAG-Spieler berichten gelegentlich, dass die Banking-App nach längeren Inaktivitätsphasen eine vollständige Neuanmeldung verlangt — das ist normal und nicht EPS-spezifisch, kostet aber im Casino-Flow einige Sekunden.
Bank Austria, heute unter dem Dach der UniCredit, nutzt die Bank-Austria-App mit MobileTAN und pushTAN. Die EPS-Integration ist solide, der Flow folgt dem Standard-Schema, und die App reicht für die meisten Spieler aus. Im Vergleich zu den anderen drei Großbanken wirkt die Oberfläche etwas konservativer, was im Banking-Kontext kein Nachteil sein muss — eingespielte Bedienpfade sind oft zuverlässiger als ständig redesignte.
Volksbank, Hypo, Sparkassen — die regionale EPS-Abdeckung
Eine wiederkehrende Beobachtung aus meinen Beratungsgesprächen: Spieler, die bei Regionalbanken Konto haben, gehen oft fälschlicherweise davon aus, ihre Bank werde nicht im EPS-Verbund geführt. Das stimmt fast nie. Die regionale Bankenlandschaft Österreichs ist im EPS-Verbund vollständig integriert, nur die Bedienoberflächen wirken weniger einheitlich als bei den vier Großbanken.
Die Volksbank Wien und die acht regionalen Volksbanken nutzen die Volksbank-App und das Volksbank-Internet-Banking. Die EPS-Strecke funktioniert wie bei den Großbanken, die TAN-Freigabe erfolgt typischerweise über cardTAN oder pushTAN je nach Konto-Einstellung. Für Premium-Konten sind Online-Überweisungen pauschal abgedeckt, für Stückkonten kann eine geringe Gebühr anfallen.
Die Hypo-Landesbanken — also Hypo Tirol, Hypo Oberösterreich, Hypo Vorarlberg, Hypo NOE und weitere — haben jeweils eigene Online-Banking-Lösungen, sind aber alle EPS-verbunden. Die Erkennung im Casino-EPS-Dialog erfolgt über die regionale Auswahl. Wer eine der Hypos nicht sofort in der Bank-Liste sieht, sollte unter „weitere Banken“ oder im Suchfeld den Namen seiner Landesbank eingeben.
Die Sparkassen außerhalb der Erste-Gruppe — etwa Tiroler Sparkasse, Steiermärkische Sparkasse und einige Zweite-Sparkassen-Filialen — laufen heute überwiegend über George, weil die technische Plattform gruppenweit konsolidiert wurde. Das vereinfacht den EPS-Flow erheblich: Wer ein Sparkassen-Konto hat, das auf George läuft, durchläuft denselben Bedienpfad wie ein Erste-Bank-Kunde. Ältere sNetbanking-Versionen sind in Einzelfällen noch im Einsatz, werden aber sukzessive abgelöst.
Spezial- und Direktbanken mit österreichischer Lizenz — etwa die Bank99 als Nachfolgerin der Post-Bank-Sparte — sind ebenfalls EPS-verbunden. Bei Direktbanken ohne klassisches Filialnetz lohnt sich vor dem ersten Casino-Versuch ein kurzer Blick in den FAQ-Bereich der Bank, weil die Bezeichnung „EPS-Überweisung“ dort manchmal unter dem Oberbegriff „Online-Überweisung Österreich“ geführt wird.
Eine Beobachtung, die ich oft mache: Regionalbank-Kunden vermuten häufig, ihr Bedienpfad sei umständlicher als bei einer Großbank. In den meisten Fällen stimmt das nicht. Der EPS-Standard schreibt den Ablauf vor, und die Banken implementieren ihn mit überschaubaren Variationen. Was tatsächlich variiert, ist die Optik der Banking-Oberfläche und die Geschwindigkeit, mit der die App reagiert. Wer regelmäßig EPS nutzt, gewöhnt sich an die jeweilige App in zwei bis drei Transaktionen und durchläuft den Flow danach mit derselben Geschwindigkeit wie ein Erste- oder Raiffeisen-Kunde. Die Vorstellung, eine Großbank sei strukturell schneller, hält der nüchternen Messung in den meisten Fällen nicht stand.
Neo-Banken und EPS: N26, bank99, Revolut im Realitätscheck
An dieser Stelle wird die Antwort unbequem für eine wachsende Spielergruppe, weil Neo-Banken zunehmend zur Hauptbank junger Nutzer geworden sind. 61 Prozent der 18- bis 30-Jährigen bewerten Kartenzahlung als „sehr positiv“, bei den über 50-Jährigen sind es 39 Prozent — und die jüngere Gruppe ist überdurchschnittlich häufig bei Neo-Banken zu Hause. Genau diese Gruppe stößt beim ersten EPS-Versuch oft auf eine Wand.
N26 als deutsche Direktbank mit europäischer Banklizenz nimmt nicht am österreichischen EPS-Verfahren teil. Wer ein N26-Konto als einziges Bankkonto führt, kann damit keine EPS-Casino-Einzahlung durchführen — egal, ob die Karte österreichisch oder deutsch ist. Das ist keine Manipulation des Casinos, sondern eine Folge der STUZZA-Architektur, die nur österreichische Vollbankenstandard-Teilnehmer einbindet.
Revolut ist in derselben Lage. Die Revolut Bank UAB mit litauischer Banklizenz ist nicht im STUZZA-Verbund und damit nicht für EPS verfügbar. Spieler mit Revolut-Konten weichen typischerweise auf Apple Pay, Google Pay, Kreditkarte oder Wallets aus, wenn das Casino diese Optionen anbietet.
bank99 hingegen — die österreichische Bank im Eigentum der Österreichischen Post — ist im STUZZA-Verbund und unterstützt EPS-Überweisungen. Wer ein bank99-Konto führt, sieht den Anbieter in der EPS-Bankenliste und kann den Casino-Flow normal durchlaufen. Die TAN-Freigabe läuft über die bank99-App per pushTAN.
Die praktische Konsequenz für Neo-Bank-Spieler: Wer EPS als Hauptzahlungsweg im Casino nutzen möchte, braucht ein Konto bei einer STUZZA-Bank. Das muss nicht das einzige Konto sein — viele Spieler halten ein Direktbank-Konto für den Alltag und ein klassisches Bankkonto für strukturelle Aufgaben wie Mietzahlungen oder eben EPS-Transaktionen. Wer auf Direktbank-Konten festhalten will, ist auf alternative Zahlungswege angewiesen.
Banking-App-Vergleich für EPS-Casino-Nutzer
Ich werde immer wieder gefragt, welche Banking-App im EPS-Casino-Flow „die beste“ sei. Diese Frage hat keine universelle Antwort, weil „am besten“ bei jedem Spieler etwas anderes bedeutet. Stattdessen vergleiche ich drei messbare Dimensionen: Geschwindigkeit der TAN-Freigabe, Klarheit der Empfänger-Anzeige und Verfügbarkeit biometrischer Freigaben.
Bei der Geschwindigkeit liegen George und Mein ELBA mit den jeweiligen Authenticator-Apps an der Spitze. pushTAN per biometrischer Freigabe dauert bei beiden im Schnitt unter fünf Sekunden, sofern Smartphone und Internet beide einsatzbereit sind. Die BAWAG App und die Bank-Austria-App folgen im selben Sekundenbereich, sind aber etwas öfter von einer initialen Neuanmeldung betroffen, wenn die App länger nicht geöffnet wurde.
Bei der Klarheit der Empfänger-Anzeige ist der Unterschied subtiler. Idealerweise sehen Sie in der TAN-Freigabe den vollen Namen des Casinos oder seines benannten Zahlungsabwicklers im Klartext. Manche Banking-Apps zeigen jedoch nur die anonyme IBAN des Empfängers oder eine generische Bezeichnung wie „EPS-Zahlung Händler XY“. Im Zweifel hilft der Verwendungszweck, der bei seriösen Casinos die Transaktions-ID enthält und damit zur Casino-Anzeige passen muss.
Biometrische Freigaben sind heute Standard bei den vier Großbanken und bei bank99. cardTAN-Verfahren werden zunehmend zur Option für Spieler, die ihr Smartphone bewusst von Bankgeschäften trennen wollen. Im Casino-Kontext bedeutet das einen kleinen Zeitverlust pro Transaktion, dafür eine maximale Separation der Sicherheitsschichten.
Ein Hinweis zur breiten Zahlungslandschaft: Laut Statista-Erhebung nutzten 2024 rund 21,6 Prozent der österreichischen Online-Casino-Spieler E-Wallets, während Kryptowährungen bei 4,9 Prozent lagen. EPS gehört in dieser Verteilung zur dominanten Mehrheit der direkten Bank-Wege. Wer also nach der „richtigen“ Banking-App für EPS sucht, befindet sich in der größten Spielergruppe, nicht in einer Nische — und kann sich darauf verlassen, dass die führenden Apps für genau diesen Use Case optimiert sind.
TAN-Methoden je Bank: was im EPS-Flow konkret passiert
Die TAN-Methode entscheidet darüber, wie der Moment zwischen Casino-Auswahl und Gutschrift sich anfühlt. Ich differenziere hier nach Verfahren, weil die Wahl in den meisten Banking-Apps individuell einstellbar ist — und weil viele Spieler nicht wissen, dass sie sie überhaupt umstellen können.
pushTAN ist heute die Standardmethode bei Erste, Raiffeisen, BAWAG, Bank Austria und bank99. Sie bekommen eine Benachrichtigung in Ihrer Banking-App, öffnen sie, prüfen Empfänger und Betrag und bestätigen — oft biometrisch. Voraussetzung ist ein aktives Smartphone mit der jeweiligen App und Internet-Verbindung. Bei Verbindungsabbrüchen kann die Bestätigung verzögert eintreffen, was den Casino-Flow für 30 Sekunden bis zwei Minuten verlängern kann.
cardTAN nutzt Ihre Bankomatkarte plus ein separates Lesegerät. Sie scannen den am Bildschirm angezeigten Flicker-Code mit dem Lesegerät, geben den dort erzeugten Code in der Banking-Oberfläche ein. Verfügbar bei den meisten Universalbanken als Alternative oder Backup. Im Casino-Flow umständlicher, dafür unabhängig vom Smartphone und damit ausfallsicherer.
SMS-TAN, einst Standard, ist weitestgehend ausgelaufen. Einige Banken halten sie noch als Fallback bereit, raten aber von der Nutzung ab, weil SIM-Swapping-Angriffe das Verfahren in den letzten Jahren entwertet haben. Wer noch SMS-TAN als primäre Methode verwendet, sollte zeitnah umstellen — die Banking-Apps führen durch den Prozess.
Biometrische Freigaben sind streng genommen keine separate TAN-Methode, sondern eine Komfortschicht über pushTAN. Sie ersetzen die manuelle Bestätigung in der App durch Touch-ID oder Face-ID. Im EPS-Casino-Kontext ist das die schnellste Variante und gleichzeitig sicher, sofern Ihr Gerät selbst über Biometrie gesperrt ist und nicht im Permanent-Entsperr-Modus läuft.
Ein praktischer Punkt zur Einrichtung: Bei den meisten Banken finden Sie die Wahl zwischen den verfügbaren TAN-Verfahren in der App unter „Sicherheit“ oder „Authentifizierung“. Die Umstellung selbst dauert wenige Minuten, erfordert aber eine einmalige Aktivierung, bei der die Bank Ihre Identität nochmal prüft. Wer bisher SMS-TAN nutzte und auf pushTAN wechselt, sollte das einmal außerhalb einer aktiven Casino-Sitzung erledigen, damit beim nächsten EPS-Versuch die neue Methode bereits etabliert ist. In meiner Beratungspraxis sehe ich häufig, dass Spieler die Umstellung jahrelang aufschieben — und es im entscheidenden Moment versäumen, wenn der Kassa-Timeout zuschlägt.
Tages- und Wochenlimits je Bank für EPS-Casino-Einzahlungen
Die Limits sind die unterschätzteste Variable in der EPS-Casino-Praxis. Spieler stoßen meist erst dann auf sie, wenn eine Transaktion unerwartet abgelehnt wird — und dann ist die Verwirrung groß, weil das Casino nichts gemeldet hat und die Bank scheinbar keinen Grund nennt.
Jede österreichische Bank setzt im Default ein Tageslimit für Online-Überweisungen. Bei Privatkonten liegt dieses typischerweise zwischen 1.000 und 5.000 Euro, je nach Bank und Konto-Modell. Das Limit gilt für alle Online-Überweisungen kumulativ, EPS und klassische SEPA-Überweisungen werden gemeinsam gezählt. Wer am Vormittag eine Miete überwiesen und am Abend eine EPS-Casino-Einzahlung in den vierstelligen Bereich versucht, läuft schneller als gedacht ins Limit.
Erhöhungen sind möglich, erfordern aber meist eine separate Freigabe — entweder online in der Banking-App unter „Limits“ oder telefonisch über den Bankservice. Die Erhöhung greift bei den meisten Banken sofort, bei einigen ist eine Wartezeit von 24 Stunden eingebaut, was wiederum eine Form von Schutzmechanismus ist.
Zusätzlich zum Tageslimit existiert bei vielen Banken ein Wochenlimit, das in derselben Logik wirkt, nur mit einem 7-Tage-Fenster. Wer regelmäßig größere EPS-Beträge bewegt, sollte beide Limits prüfen und gegebenenfalls anpassen. Aus Spielerschutz-Perspektive ist es übrigens sinnvoll, das EPS-Limit eher knapp zu halten — es ist eine harte Bremse, die wirkt, bevor der Vorsatz, weniger zu setzen, erodiert.
Ein konkretes Detail aus der Praxis: Die meisten Banken behandeln Wochenenden im Limit-Kontext nicht anders. Das Tageslimit reset sich um Mitternacht, unabhängig vom Wochentag. Wer eine größere Einzahlung am Sonntagabend plant, kann theoretisch am Montag 0:01 Uhr die nächste Tranche freigeben — was wiederum eine Gewohnheit ist, die ich bei problematischem Spielverhalten häufig sehe und über die ich an dieser Stelle bewusst neutral berichte, weil sie ein bekannter Mechanismus ist.
Banken, die EPS-Casino-Zahlungen einschränken oder blockieren
Diese Sektion existiert, weil eine kleine, aber wachsende Zahl österreichischer Banken in den letzten Jahren begonnen hat, Glücksspielzahlungen aktiv zu prüfen oder einzuschränken. Das wird selten an die große Glocke gehängt, aber es ist real, und Spieler sollten es kennen, bevor eine vermeintlich harmlose EPS-Einzahlung im letzten Schritt scheitert.
Die Praxis variiert. Manche Banken haben in ihren AGB allgemeine Klauseln, die Transaktionen an Empfänger aus dem Glücksspielsektor unter Vorbehalt stellen. In der Mehrheit der Fälle wirkt das nicht in der Echtzeit-Strecke, sondern erst, wenn eine zusätzliche Compliance-Prüfung auslöst — etwa bei wiederholten Beträgen an denselben ausländischen Empfänger, bei sehr hohen Einzelbeträgen oder bei Mustern, die KYC-Triggerschwellen überschreiten.
Andere Banken bieten ein Self-Service-Werkzeug, mit dem Sie selbst Glücksspielzahlungen sperren können. Das ist primär als Spielerschutz-Tool gedacht: Wer eine Spielpause einlegen möchte, schaltet die Sperre ein, und die Bank lehnt Glücksspielzahlungen für eine selbst gewählte Periode ab. In Österreich ist diese Option noch nicht so weit verbreitet wie in Großbritannien oder Schweden, aber einige Großbanken testen ähnliche Funktionen.
Im konzessionierten Glücksspiel — also bei win2day — bleiben Zahlungen typischerweise unbeanstandet. Bei EU-lizenzierten Casinos außerhalb des österreichischen Monopols hingegen kann eine Bank-Sperre greifen, und es ist die Bank, nicht das Casino, die in solchen Fällen die rechtliche Verantwortung trägt. Finanzminister Markus Marterbauer und Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl haben den Kontext einmal so umrissen: „Illegales Glücksspiel wird fernab jeglichen Spielerschutzes betrieben und kann Existenzen zerstören. Daher ist jeder sichergestellte illegal aufgestellte Automat ein wichtiger Schritt in diesem Kampf.“ Die Aussage gilt im engeren Sinne für stationäre Automaten, gibt aber den regulatorischen Rahmen wieder, in dem Banken zunehmend strikter mit Glücksspielzahlungen umgehen.
Wenn Sie als Spieler eine EPS-Transaktion erleben, die abgelehnt wird, ohne dass das Limit greift, ist der Bank-Service die richtige Anlaufstelle. Die Sperre wird in den meisten Fällen telefonisch geklärt, manchmal mit einer Begründungsabfrage. Wer regelmäßig in EU-lizenzierten Casinos einzahlt, sollte mit der eigenen Bank vorab die Politik klären, statt im Live-Moment überrascht zu werden.
Häufige Fragen zu EPS-Casino-Banken
Welche österreichische Bank bietet die einfachste EPS-Integration im Casino-Kassenflow?
In der reinen Bedienzeit liegen George (Erste Bank und Sparkassen) sowie Mein ELBA (Raiffeisen) gleichauf an der Spitze. Beide bieten pushTAN mit biometrischer Freigabe in der Authenticator-App und ermöglichen einen Casino-zu-Gutschrift-Flow von unter 30 Sekunden, sofern die App eingerichtet und das Smartphone online ist. Die BAWAG App und die Bank-Austria-App sind in derselben Sekundenliga, brauchen aber gelegentlich eine zusätzliche Anmeldeschicht, wenn sie länger nicht geöffnet wurden.
Gibt es österreichische Banken, die EPS-Casino-Zahlungen aktiv blockieren?
Generelle Pauschal-Blockaden gegen alle Casino-Zahlungen sind in Österreich nicht der Standard. Allerdings haben mehrere Banken in ihren AGB Klauseln, die Transaktionen an nicht-konzessionierte Glücksspielanbieter unter Compliance-Vorbehalt stellen. Konkret heißt das, dass einzelne Transaktionen zu EU-lizenzierten Casinos außerhalb des österreichischen Monopols auffällig werden können — typischerweise bei hohen Einzelbeträgen oder Mustern, die KYC-Schwellen überschreiten. Zusätzlich bieten manche Banken ein Self-Service-Tool zur freiwilligen Sperre von Glücksspielzahlungen als Spielerschutz-Werkzeug. Wer regelmäßig EPS-Casino-Einzahlungen plant, klärt die Bank-Politik am besten vorab direkt mit dem Kundenservice.
Brauche ich ein bestimmtes Kontomodell für EPS-Casino-Einzahlungen?
Nein, ein Premium- oder Pauschalkonto ist für EPS technisch nicht erforderlich. Jedes Online-Banking-fähige Privatkonto bei einer STUZZA-teilnehmenden Bank kann EPS-Überweisungen auslösen. Premium-Konten haben den Vorteil, dass Online-Überweisungen gebührenfrei pauschal enthalten sind, während Stück-Konten gelegentlich eine geringe Gebühr von 0,10 bis 0,40 Euro pro Überweisung erheben. Welches Modell für Sie gilt, sehen Sie in Ihren Konto-Konditionen oder im Online-Banking unter dem Gebührenpunkt.
Geschrieben von der Redaktion „Casino eps”.
